Jugendordnung

§1 Name und rechtliche Stellung

(1)  Die Jugenden der Mitgliedsorganisationen der Stadtsportbundes Oberhausen e. V., sofern diese sich eine Jugendordnung gegeben haben, bilden die Sportjugend im Stadtsportbund Oberhausen e. V.(kurz: Sportjugend Oberhausen).

(2)  Die Sportjugend Oberhausen ist die Jugendorganisation im Stadtsportbund Oberhausen e.V..
Sie vertritt alle jungen Menschen in den Mitgliedsorganisationen, die noch nicht 27 Jahre alt sind.
Sie ist anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe in der Stadt Oberhausen.

(3)  Die Sportjugend Oberhausen führt und verwaltet sich im Rahmen der Satzung des Stadtsportbundes Oberhausen e. V. selbstständig. Sie ist für die Planung und die Verwendung der ihr zu fließenden Mittel zuständig.

(4)  Die Sportjugend Oberhausen ist steuerrechtlich unselbstständig.

(5)  Die Sportjugend Oberhausen ist eine Untergliederung des Stadtsportbundes Oberhausen e. V. und unterliegt, soweit die folgenden Regelungen nicht abweichen, der Satzung des Stadtsportbundes Oberhausen e. V.

 

§ 2 Grundsätze

(1)  Die Sportjugend Oberhausen bekennt sich zur freiheitlich -demokratischen Grundordnung und setzt sich für Mitbestimmung, Mitverantwortung, Gleichberechtigung und Chancengleichheit junger Menschen ein.

(2)  Die Sportjugend Oberhausen ist parteipolitisch neutral. Sie tritt für Menschenrechte und für Toleranz im Hinblick auf Religion, Weltanschauung und Herkunft ein.

(3)  Die Sportjugend Oberhausen setzt sich für manipulationsfreien Kinder- und Jugendsport und für die Erziehung zu Fairplay und Respekt ein.

(4)  Die Sportjugend Oberhausen ist Mitglied der Sportjugend im Landessportbund NRW e. V. und im Jugendring Oberhausen e. V. Sie kann Mitglied in weiteren Organisationen sein.

 

§ 3 Zweck und Aufgaben

(1)  Die Sportjugend Oberhausen fördert die Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen der satzungsgemäßen Aufgaben des SSB Oberhausen e. V.

(2)  Die Sportjugend agiert in folgenden Handlungsbereichen:

  1. Kinder- und Jugendarbeit
  2. Kinder- und Jugendpolitik
  3. Kinder- und Jugendbildung
  4. Kinder- und Jugendsport
  5. Partizipation und ehrenamtliches Engagement
  6. Mitgliederentwicklung
  7. Zusammenarbeit mit Vereinen, Jugend- und Bildungseinrichtungen, sowie der Verwaltung und Politik der Stadt Oberhausen
  8. Integration und Inklusion
  9. Kommunal Entwicklungsplanung

(3)  Bei der Bearbeitung der Bereiche übernimmt die Sportjugend folgende Aufgaben:

  1. Interessenvertretung
  2. Vereinsberatung und -service
  3. Qualifizierung für Vereinsmitarbeiter, sowie für Kinder- und Jugendliche
  4. Anbieter von besonderen Sportangeboten und Angeboten in der Kinder- und Jugendarbeit
  5. Personalentwicklung
  6. Öffentlichkeitsarbeit
  7. Netzwerkarbeit / Kooperationen
  8. Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte
  9. Förderung der Jugenden der Mitglieder

 

§ 4 Organe

 Organe der Sportjugend im SSB Oberhausen sind:

a) die Vollversammlung und

b) der Jugendausschuss.

 

§ 5 Vollversammlung

 (1)  Es gibt ordentliche und außerordentliche Vollversammlungen. Sie sind das höchste Organ der Sportjugend Oberhausen.

Die ordentliche Vollversammlung findet alle zwei Jahre vor der ordentlichen Hauptversammlung des Stadtsportbundes Oberhausen e. V. statt. Sie ist spätestens 10 Tage vorher vom Jugendauschuss unter Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich einzuberufen.

Eine außerordentliche Vollversammlung ist auf Antrag von 1/3 aller Mitglieder der Sportjugend Oberhausen oder auf Grund eines durch 2/3-Merheit gefassten Beschlusses des Jugendauschusses innerhalb von 3 Wochen einzuberufen. Auch hier gilt die Ladungsfrist von 10 Tagen.

(2)  Delegierte und Stimmrecht
Jedes Mitglied der Sportjugend Oberhausen kann zur Vollversammlung zwei Delegierte entsenden. Jeder Delegierte hat eine Stimme. Diese ist nicht auf andere Personen übertragbar.
Die Mitglieder des Jugendauschusses haben jeweils eine Stimme. Mit Aufruf des Tagesordnungspunktes „Entlastung des Jugendauschusses“ erlischt diese Stimmberechtigung.

(3)  Wahlen und Abstimmungen
Wahlen und Abstimmung erfolgen öffentlich. Außer bei Änderungen der Jugendordnung genügt die einfache Mehrheit aller anwesenden Delegierten. Für Änderungen der Jugendordnung ist eine Mehrheit von 3/4 aller anwesenden Delegierten nötig (s. § 7)

(4)  Anträge
Anträge an die Vollversammlung sind bis 3 Tage vorher an den Jugendauschuss zu richten.
Alle später eingegangen Anträge können nur als Dringlichkeitsanträge behandelt werden, wenn mindestens 1/3 der Delegierten der Dringlichkeit stattgeben.

(5)  Rechte der Vollversammlung:

  1. Festlegung der Richtlinien der Jugendarbeit
  2. Festlegung für die Richtlinien der Tätigkeit des Jugendauschusses
  3. Entgegennahme des Berichts des Jugendauschusses
  4. Entgegennahme der Berichte der KassenprüferInnen
  5. Entgegennahme des Kassenabschlusses des Jugendauschusses
  6. Wahl eines / einer VersammlungsleiterIn
  7. Entlastung des Jugendauschusses
  8. Wahl des Jugendausschusses und der KassenprüferInnen
  9. Beschlussfassung über vorliegende Anträge

(6)  Die Vollversammlung wird von dem/der Vorsitzenden, im Vertretungsfall von dem/der stellvertretenden Vorsitzenden bis zur Wahl eines Versammlungsleiters geleitet. Nach der Wahl eines/einer Vorsitzenden übernimmt dieser die weitere Leitung der Vollversammlung.

 

§ 6 Jugendauschuss

(1)  Der Jugendausschuss besteht aus:

  1. dem/der Vorsitzenden
  2. dem/der stellvertretenden Vorsitzenden
  3. dem/der Finanzbeauftragten
  4. vier BeisitzerInnen
  5. zwei JugendsprecherInnen, die zum Zeitpunkt der Wahl noch nicht 27 Jahre alt sind.Der Jugendausschuss sollte nach Möglichkeit zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzt sein.

(2)  In den Jugendauschuss ist wählbar, wer Mitglied eines Vereins des Stadtsportbundes Oberhausen e. V. ist und mindestens 18 Jahre alt ist.
Die Wahl folgt im Hinblick auf die Übernahme eines Arbeitsbereiches.

(3)  Der Jugendauschuss ist zuständig für alle Jugendangelegenheiten des Stadtsportbundes Oberhausen e. V.

(4)  Der Jugendauschuss ist für seine Beschlüsse gegenüber der Vollversammlung und des Präsidiums des Stadtsportbundes Oberhausen e. V. verantwortlich.

(5)  Der Jugendauschuss erfüllt seine Aufgaben im Rahmen der Jugendordnung, der Satzung des Stadtsportbundes Oberhausen e. V. und der Beschlüsse der Vollversammlung.

(6)  Die Sitzungen des Jugendausschusses werden von dem/der Vorsitzenden, im Vertretungsfall von dem/der stellvertretenden Vorsitzenden einberufen. Die Sitzungen werden nach Bedarf einberufen oder auf Antrag von mindestens der Hälfte der Mitglieder des Jugendauschusses innerhalb von zwei Wochen. Die Sitzungen sind nicht öffentlich.
Der Jugendauschuss ist Beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Abstimmungen erfolgen nach der einfachen Mehrheit.

(7)  Der/die Vorsitzende, im Vertretungsfall der/die stellv. Vorsitzende, vertreten die Interessen der Sportjugend nach Innen und nach Außen.

(8)  Der/die Vorsitzende ist Mitglied im Präsidium des Stadtsportbundes Oberhausen e. V.

(9)  Scheidet ein Mitglied des Jugendauschusses aus, so kann der Posten mit einer anderen Person kommissarisch bis zur nächsten Vollversammlung besetzt werden.
Scheidet der/die Vorsitzende aus, so übernimmt der/die stellvertretende Vorsitzende die Leitung des Jugendauschusses bis zur nächsten Vollversammlung.
Scheiden mehr die als Hälfte der Mitglieder aus oder scheiden der/die Vorsitzende und der/die stellvertretende Vorsitzende aus, muss eine außerordentliche Vollversammlung zur Neuwahl des Jugendauschusses einberufen werden.

(10) Zur Unterstützung des Jugendauschusses kann dieser Arbeitsgruppen bilden. Die Beschlüsse der Arbeitsgruppen bedürfen der Zustimmung des Jugendauschusses.

(11)  Die Arbeitsgruppe „J-Team“ (Jugendleiterteam) wird als ständige Arbeitsgruppe gebildet. Sie hat das Recht zwei Vertreter/innen ohne Stimmrecht in den Jugendauschuss zu entsenden. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind höchstens 27 Jahre alt.

 

§ 7 Änderungen der Jugendordnung

Änderungen der Jugendordnung können nur von der ordentlichen Vollversammlung oder einer speziell zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Vollversammlung beschlossen werden. Sie bedürfen einer Dreiviertelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten